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Biografie
1964 – 1971   Medizinstudium in Basel und Zürich, Praktika in Genf, Neuenburg,                        Prag und Helsinki             1970   Dissertation „Der Gebrauch von Cannabis unter Jugendlichen                        Zürichs“                                                                            1971 – 1977   Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie an                        verschiedenen internistischen, neurologischen, psychiatrischen und                        psychotherapeutischen Universitätskliniken und Ambulatorien 1977 – 1983   Oberarzt an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich und                        Forschungstätigkeit             1982   Habilitation an der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich                         (mit der Schrift: „Ehen depressiver und schizophrener Menschen”) 1984 – 1991   Chefarzt der Kantonalen Psychiatrischen Klinik Breitenau,                        Schaffhausen 1991 – 2009   Ordentlicher Professor für Klinische Psychiatrie an der Universität                        Zürich und Ärztlicher bzw. Klinischer Direktor an der Psychiatrischen                        Universitätsklinik Zürich               2009 – 2014   Leiter des Kompetenzzentrums „Depression und Angst” an der                        Privatklinik Hohenegg, Meilen        ab 2015   Stiftungsrat der Stiftung Hohenegg mit sozialpsychiatrischem                        Engagement sowie ambulante Praxistätigkeit
Biografie
Stichworte zur therapeutischen Ausrichtung und  beruflichen Tätigkeit Ich vertrete eine beziehungs- und personorientierte Psychiatrie und Psychotherapie. Grundlage jeder Behandlung ist nach meiner Überzeugung eine gute Arzt-Patienten- Beziehung, was wiederum Akzeptanz der Person und Verständnis für ihre Problematik voraussetzt. Erst so können kompetent angewandte Therapiemassnahmen besser greifen. Im institutionellen Rahmen einer Klinik oder eines Ambulatoriums sind dazu personelle und strukturelle Bedingungen wie Behandlungskontinuität und gute Erreichbarkeit nötig. Deshalb habe ich mich sowohl in Schaffhausen wie in Zürich für eine möglichst offene und gemeindenahe Psychiatrie mit vernetzten ambulanten, teilstationären und stationären Angeboten engagiert. In Schaffhausen hatte ich die Gelegenheit, die psychiatrische Klinik Breitenau weitgehend zu öffnen und zu einem Psychiatriezentrum mit stationären, tagesklinischen und ambulanten Einrichtungen umzugestalten (vgl. 125 Jahre Breitenau). In Zürich integrierte ich an der Psychiatrischen Universitätsklinik (PUK) die bisher institutionell getrennten klinischen und sozialpsychiatrischen Bereiche in ein Behandlungsnetz nach dem sogenannten Regions- und Sektorprinzip (vergl. Psychiatriekonzept des Kanton Zürich und den Artikel von B. Küchenhoff    Zur Geschichte von Daniel Hell am Burghölzli). Dadurch konnten eine durchgehende Betreuung von Kranken in Wohnortsnähe gewährleistet, die Hospitalisationsdauer verkürzt und der Schwerpunkt der Behandlung auf den ambulanten Bereich gelegt werden. Alle Klinikstationen wurden (teil)geöffnet und die bestehenden sozialpsychiatrischen Einrichtungen mit einem zusätzlichen Ambulatorium und Tageszentrum ergänzt. Zudem wurden an der PUK für verschiedene Bereiche neue Spezialangebote  geschaffen: -  für die Alterspsychiatrie (Gerontopsychiatrisches Zentrum Hegibach mit ambulanten,    teilstationären und stationären Angeboten 1996) -  für Affekt- und Angstkranke (zwei Depressionsstationen 1995, eine Tagesklinik für    Affekt- und Angstkranke 2006, eine Sprechstunde für therapieresistente Depressionen    1992) -  für den Rehabilitationsbereich (eine Rehabilitationsstation 1995) -  für den Suchtbereich (eine Dualstation für psychisch kranke Drogenabhängige 1993) -  für depressive Mütter mit einem Kleinkind (eine stationäre Mutter-Kind-Einheit 1998) -  für psychisch kranke Migranten (ein Schwerpunkt für transkulturelle Psychiatrie 2006) -  für Akutkranke als Alternative zur Hospitalisation (das Gastfamilienprojekt 2004)
Forschung Schwergewicht auf affektiven Störungen in ihrer psychosozialen und neurowissenschaftlichen Komplexität, insgesamt über 200 wissenschaftliche Artikel, über 50 Buchbeiträge, ein Psychiatrie-Lehrbuch.
Aufbau mehrerer Forschungsgruppen an der PUK:                                                                -  psychiatrische Genetik und genetische Epidemiologie (Prof. H.H. Stassen)                                        -  experimentelle Psychopathologie und Brain-Imaging (assoziiert mit US-                                                                                        amerikanischem Heffter-Institut) (Prof. F.X. Vollenweider)                                                                                                                            -  Neurophysiologie (assoziiert mit The KEY Institute for Brain-Mind Research)    (PD D. Schüpbach)                                                                                                                                             -  klinische Psychopathologie (Prof. J. Modestin)                                                                                                                    -  Psychotherapie- und Verlaufsforschung (Prof. H. Böker)                                                                                      -  Geschichte und Philosophie der Psychiatrie (Dr. B. Küchenhoff) u.a.  
Weitere Tätigkeiten (Auswahl) 1990 – 2009   Chefredaktor des „Schweizer Archiv für Neurologie und Psychiatrie”                        (SANP), ab 2009 Redaktionsmitglied (Senior Editor)                         1993   Mitgründung des „Besuchsdienstes“ (bezahlte Dienstleistungen von                        dazu angeleiteten und geförderten psychisch Kranken für andere, meist                        behinderte Menschen), getragen vom „Verein für psychosoziale                        Eingliederung“ – heute „sintegrA“ mit weiteren Integrationsangeboten             1994   Einrichtung eines Lehrgangs „Philosophie für Fachleute aus Psychiatrie                        und Psychotherapie”, aus dem das Netzwerk für Philosophie,                        Psychoanalyse und Wissenschaften der Psyche („Entresol”) hervorging.                        Zudem mehrere Weiterbildungsangebote an der Universität Zürich. 2001 – 2011   Präsident der „Gesellschaft für die Geschichte der Schweizer Psychiatrie                        und Psychotherapie“ (GGSP), ab 2011 Vorstandsmitglied 2004 – 2011   Mitglied der nationalen Ethikkommission im Bereich Humanmedizin        ab 2004   Präsident des „Verein Gastfamilien für psychisch Kranke“ 2007 – 2013   Mitglied des Verwaltungsrates der Klinik Sonnenhalde in Riehen BS        ab 2010   Beirat der Park-Klinik Sophie Charlotte in Berlin        ab 2011   Vorstandsmitglied der Forel Klinik in Ellikon an der Thur (ZH) 2012 – 2018   Stiftungsratsmitglied der gemeinnützigen Stiftung  Accentus und Empiris        ab 2015   Stiftungsrat der Stiftung Hohenegg
Daniel Hell       Psychiater und Psychotherapeut